Der erdverlegte Leichtbau-Kabeltrog (LKT) SOLCOSYSTEM besteht aus duroplastischem, glasfaserverstärktem Kunststoff (GFK), hergestellt im SMC-Pressverfahren. Entwickelt nach Lastenheft DB InfraGO AG vom 26. Mai 2025.
Der nutzbare Querschnitt der Grösse 2 beträgt 250 × 160 mm. Trog und Deckel sind je 1 Meter lang und werden über eine Nut- und Federverbindung gefügt. Der Deckel ist verriegelbar; für Umfahrungen steht ein 30°-Formteil zur Verfügung.
Polyesterharz mit Glasfasergeweben und Glasfaserrovings verstärkt. Aussen mit Oberflächenvlies.
Der aufgeständerte GFK-Kabelkanal ARCOSYSTEM® Grösse 1 ist für eine Nutzlast von 0.45 kN/m und 0.9 kN/m für ARCOSYSTEM® Grösse 2, zzgl. einer Mannlast in der Mitte des Kanals von 0.75 kN vertikal und einer horizontalen Windlast von 1.45 kN/m2 ausgelegt.
Erdung und isolierter Aufbau sind nicht erforderlich. Elektrische Durchschlagspannung nach DIN EN IEC 60243-2 25 kV.
Bei Aussentemperaturen von -30 °C bis +80 °C besteht eine Dauerformbeständigkeit.
Eingestuft in K1/3 mm nach DIN 53438 Teil 2 V0 nach UL 94, S4 nach DIN 5510-2 Halogenfrei nach IEC 61249-2-21
ARCOSYSTEM® Grösse 1 ca. 5 kg/lfm für Trog und Deckel
ARCOSYSTEM® Grösse 2 ca. 7.5 kg/lfm für Trog und Deckel
Ein Beton-Kabelkanal Grösse 1 hat ein Trog-Gewicht von 85 Kg, Grösse 2 von 126 Kg. Hinzu kommen 20 Kg Deckelgewicht bei Grösse 1 und 40 Kg bei Grösse 2. Das Gleiche hat in Kunststoff erdverlegt oder aufgeständert inkl. Trog und Deckel ein Gewicht von 5 kg für Grösse 1 und 8 kg für Grösse 2. Beton-Kabelkanäle werden zuerst per LKW angeliefert und lassen sich aufgrund des hohen Gewichtes im Gegensatz zu Kunststoff Kabelkanälen nur in sehr viel kleineren Mengen anliefern. 1 LKW-Lieferung Beton-Kabelkanäle in Grösse 1 bei einer Ausnutzung von 24 Tonnen Frachtgewicht ergibt ca. 230 Meter Trog und Deckel, bei Grösse 2 sind es gerade noch ca. 145 Meter. Ein LKW vollgeladen mit erdverlegten oder aufgeständerten Kabelkanälen kann 2000 m Grösse 1 und 1000 m Grösse 2 laden. Die Beton-Kabelkanäle werden auf Schienenfahrzeuge umgeladen und müssen dann im Gegensatz zu Kunststoff Kabelkanälen mit Hebewerkzeugen abgeladen werden. Das Montageteam kann mit den auf den Schienenfahrzeugen befindlichen Hebevorrichtungen jeweils nur einen Beton-Kabelkanal aufnehmen und in das Sandbett legen. Hohes Gewicht und erschwerter Zugang zu Streckenabschnitt kann dann zu längeren und teureren Bauzeiten führen. Darüber hinaus muss aus Sicherheitsgründen während der Bauarbeiten das betroffene Gleis für den Bahnverkehr gesperrt bleiben. In Ballungsgebieten oder Knotenpunkten sind Sperrzeiten in heutigen Zeiten extrem schwer zu bekommen. Bei Brückenquerungen kann man Beton-Kabelkanäle fast nicht verwenden. Kunststoff Kabelkanäle haben demnach in Bezug auf Transport, Handling und Verlegung in schwer zugänglichen oder dicht verbauten Gebieten erhebliche Vorteile.